!Blockplanungs Update mit euren Wünschen und unseren Tips!
Für das genaue Planen von Blöcken gibt es extrem viel erfshrungswerte die du wöhrnd deiner leitungszeit auch vertiefst
In der Pfadi und in der Sportart Lagersport/Trekking bei J+S unterscheidet man verschiedene Arten von Programmblöcken, die im Rahmen eines Lagers durchgeführt werden können. Diese Blocktypen haben jeweils eigene Merkmale und Anforderungen, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen.
Je nach Blocktyp gelten unterschiedliche Vorgaben, insbesondere in Bezug auf Sicherheit, Inhalt und Durchführung. Dabei wird auch unterschieden, welche Blöcke als J+S-relevant gelten und somit zu den geforderten 4 Stunden J+S-Programm pro Lagertag zählen.
Nicht jeder Block ist gleich aufgebaut oder verfolgt das gleiche Ziel. Für euch als Leitende ist es wichtig, die Blocktypen bewusst zu unterscheiden und entsprechend zu planen.
Nur so stellt ihr sicher, dass euer Programm korrekt angemeldet ist und die Anforderungen von J+S erfüllt. Die folgenden Abschnitte geben euch einen Überblick über die wichtigsten Blocktypen und zeigen, was ein Block jeweils erfüllen muss.
Lager-Sport
Ein Lagersport-Block ist klar bewegungsorientiert und stellt die körperliche Aktivität ins Zentrum. Die Teilnehmenden sollen sich intensiv bewegen, sodass der Puls spürbar ansteigt. Der Block ist bewusst als sportliche Einheit geplant und nicht nur „Bewegung nebenbei“. Inhalte können aus den Bereichen Sport, Spiel oder Bewegung stammen und sollen zur Gruppe passen. Lagersport-Blöcke zählen zum J+S-Programm und bilden die Grundlage der geforderten Bewegungszeit.
Lager-Aktivität
Eine Lageraktivität vermittelt den Teilnehmenden gezielt Inhalte, Fähigkeiten oder Wissen. Im Zentrum steht das Lernen und Erleben, nicht die körperliche Belastung. Der Block ist klar aufgebaut und verfolgt ein erkennbares Ziel, das am Ende erreicht werden soll. Inhalte können aus verschiedenen Bereichen wie Outdoor, Natur, Technik oder Prävention stammen. Lageraktivitäten zählen zum J+S-Programm, wenn sie diese Anforderungen erfüllen.
Lager-Programm
Lagerprogramm umfasst alle Blöcke, die weder Lagersport noch Lageraktivität sind. Dazu gehören beispielsweise Rollenspiele (RF), Ateliers oder gemeinschaftliche Programmpunkte. Der Fokus liegt auf Erlebnis, Kreativität und Lagerleben. Diese Blöcke können sehr unterschiedlich sein, müssen aber nicht den Anforderungen von J+S entsprechen. Sie sind wichtig für die Lagerkultur, zählen jedoch nicht zu den J+S-Stunden.
Ergänzende-Bewegungs-Blöcke
Ergänzende Bewegungsblöcke sind sportliche Aktivitäten, die nicht zum klassischen Lagersport/Trekking gehören. Oft finden sie in anderen Sportarten oder bei externen Anbietern statt und haben erhöhte Anforderungen an Sicherheit und Organisation.
Für EBB gelten spezielle Vorgaben, insbesondere in Bezug auf Ausbildung, Verantwortung und Durchführung. Sie müssen klar gekennzeichnet und sorgfältig geplant werden. EBB können zum J+S-Programm gezählt werden, ersetzen jedoch nicht die grundlegenden LS- und LA-Blöcke.
Damit ein Block gut funktioniert, sollte er in der Planung gewisse Punkte berücksichtigen. Dazu gehören sowohl der Aufbau des Blocks als auch die Inhalte und Rahmenbedingungen.
Je nach Blocktyp und Ziel sind einzelne Aspekte unterschiedlich wichtig. Ein sportlicher Block hat andere Anforderungen als eine Lageraktivität oder ein Lagerprogramm.
Eine durchdachte Planung hilft euch, den Block klar zu strukturieren und erfolgreich durchzuführen.
Zu Beginn verschaffst du dir einen Überblick über die Rahmenbedingungen. Überlege dir, wann und wo der Block stattfindet, wie viele Teilnehmende dabei sind und welche Einflüsse (z. B. Wetter) eine Rolle spielen. Mach dir auch ein klares Bild vom Roten Faden (RF) und was davon im Block vorkommen soll.
Anschliessend erstellst du einen groben Ablauf. Dieser kann entweder zeitlich aufgebaut sein (z. B. 10 Minuten Einstieg, 30 Minuten Hauptteil) oder sich an der Intensität orientieren (z. B. ruhiger Einstieg, aktiver Hauptteil). Wichtig ist, dass du eine klare Struktur erkennst.
Erst danach gehst du ins Detail. Wähle passende Inhalte oder Spiele, die zum Roten Faden passen, und konkretisiere diese in einem zweiten Schritt in dem das zu Adaprionen zum RF machst (Do Re Mi bei einem Hua mit Mozart).
So bleibt deine Planung übersichtlich und du verlierst dich nicht zu früh in Details.
Ein guter Block ist in drei Teile aufgebaut: Einstieg, Hauptteil und Schluss. Der Einstieg holt die Teilnehmenden ab und führt ins Thema ein. Im Hauptteil findet die eigentliche Aktivität statt und bildet den Kern des Blocks. Der Schluss sorgt für einen sauberen Abschluss und hilft, das Erlebte zu verarbeiten oder ruhig aus dem Block auszusteigen. Die Intensität sollte dabei sinnvoll aufgebaut und am Ende wieder reduziert werden
Ein Block sollte einen klaren Spannungsbogen haben, damit die Teilnehmenden motiviert bleiben. Dieser kann z. B. durch eine Geschichte, ein Rollenspiel (RF) oder ein Ziel aufgebaut werden. Wichtig ist, dass sich der Block steigert und nicht einfach „gleich abläuft“. Höhepunkte und Abwechslung helfen, die Aufmerksamkeit hochzuhalten. Am Ende sollte der Spannungsbogen bewusst aufgelöst werden.
Auch einzelne Blöcke benötigen Sicherheitsüberlegungen, besonders bei bewegungsintensiven oder unübersichtlichen Aktivitäten. Überlegt euch, welche Gefahren auftreten können und wie ihr darauf reagiert. Oft reichen einfache Massnahmen wie klare Regeln, gute Einteilung oder angepasste Durchführung. Diese Überlegungen sollten im SiKo festgehalten werden. So seid ihr auch während der Durchführung vorbereitet.
Ein guter Block spricht verschiedene Bereiche an: Denken (Kopf), Handeln (Hand) und Erleben (Herz). Ziel ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch praktische Erfahrungen und Emotionen einzubeziehen. So entsteht ein abwechslungsreiches und nachhaltiges Programm. Auch die Beziehungen und Methoden können im Block erkennbar sein und bewusst eingesetzt werden.
Struktur kann auch über einen Tag hinweg ausgewogen sein.
Ein gutes Protokoll hält die Planung des Blocks übersichtlich fest. Es enthält alle wichtigen Informationen wie Ablauf, Material, Zeit und Zuständigkeiten. Dadurch wissen alle Leitenden, was zu tun ist und der Block kann klar durchgeführt werden. Gleichzeitig dient es als Grundlage für spätere Anpassungen oder Wiederverwendung. Ein sauberes Protokoll unterstützt die Qualität des gesamten Programms. Das protokoll sollte immer so gut geführt sein, das jemand anderes im notfall durchlesen und den block anleiten könnte.
Die Vorbereitung ist der letzte Schritt der Planung und entscheidet oft über den Erfolg des Blocks. Dazu gehört, Material bereitzustellen, Orte zu prüfen und Abläufe nochmals durchzugehen. Auch das Leitungsteam sollte wissen, wer welche Aufgabe übernimmt. Eine gute Vorbereitung sorgt dafür, dass der Block reibungslos durchgeführt werden kann. Spontane Anpassungen sind trotzdem immer möglich.
Spiele können einfach angepasst werden, indem einzelne Aspekte verändert werden. Das kann das Motto, der Schwierigkeitsgrad oder die Intensität sein (z. B. durch andere Regeln).
Wenn ein Spiel zu einfach ist, kannst du es z. B. erschweren, indem du zusätzliche Einschränkungen einführst – etwa ohne Hände oder mit neuen Aufgaben.
Rekken bedeutet, den Ort des Blocks im Voraus kurz anzuschauen. Dabei überprüfst du z. B. Spielfeldgrösse, Untergrund und mögliche Gefahren (z. B. Steine, Löcher, Verkehr).
So kannst du den Block besser planen, Regeln anpassen und unnötige Risiken vermeiden.
Wenn du vor einer Blockplanung stehst, kann es hilfreich sein, dir ein eigenes Thema zu setzen. Das können einfache Ideen sein wie „mit Bällen“ oder „mit Seilen“ – also etwas, worauf du deinen Block aufbaust.
Das Thema hilft dir, passende Spiele und Inhalte zu finden, die nicht nur Standard sind. Den Roten Faden kannst du trotzdem einbauen – das Thema bezieht sich vor allem auf den konkreten Inhalt und die Spiele.
Mehr Informationen und Tipps zu Abläufen sowie zur Darstellung und Erklärung von Blöcken findest du im How to E-Camp-Dokument. Dieses Dokument ist jedoch kein offizielles Hilfsmittel. Es wurde ursprünglich für ein Lager erstellt und danach weiter ergänzt und angepasst.
Es kann daher sein, dass einzelne Inhalte veraltet sind oder in deiner Abteilung anders gehandhabt werden.