!Blockplanungs Update mit euren Wünschen und unseren Tips!
Als Leitperson übernimmst du Verantwortung, für deine Teilnehmenden, dein Team und dich selbst. Auf dieser Seite findest du zentrale Grundlagen, die dir helfen, deine Rolle bewusst wahrzunehmen und sicher auszufüllen.
Der persönliche Fortschritt ist eine zentrale Methode in der Pfadi. Kinder und Jugendliche entwickeln sich dabei Schritt für Schritt weiter und lernen neue Fähigkeiten. Als Leitperson begleitest du diesen Prozess aktiv und schaffst passende Lernmöglichkeiten.
Ziel ist es, dass die Teilnehmenden sich zu selbstständigen und verantwortungsvollen Menschen entwickeln. Dabei steht nicht das „Perfekt-Sein“ im Vordergrund, sondern das Lernen und Ausprobieren.
In der Wolfsstufe machen Kinder besonders grosse Entwicklungsschritte. Sie lernen neue Fähigkeiten, sammeln erste Erfahrungen in der Gruppe und entwickeln ihr Sozialverhalten.
Ein Teil dieses Fortschritts passiert bewusst, z. B. beim Lernen von Techniken. Vieles geschieht aber auch unbewusst durch Erlebnisse im Programm. Wichtig ist, dass jedes Kind individuell gefördert wird und Erfolgserlebnisse sammeln kann.
Im Wolfstufenalter kann persönlicher Fortschritt auch schon sehr niederschwellig passieren. Es sind ocht kleinere dinge welche wir ganz nebenbei in der Pfadi machen.
Das kann sein:
Ein Kind lernt, ein Feuer zu machen
Neue Kinder finden ihren Platz im Rudel
Ältere Kinder übernehmen erste Verantwortung
Kinder lernen neues Spiel
Persönlicher Fortschritt sollte bewusst ins Programm integriert werden. Überlegt euch im Leitungsteam, was eure Teilnehmenden am Ende der Stufe können oder erlebt haben sollten.
Gebt den Kindern die Möglichkeit, Dinge selbst auszuprobieren, Verantwortung zu übernehmen und voneinander zu lernen. Dabei ist es wichtig, nicht alles vorzugeben, sondern Raum für eigene Erfahrungen zu lassen.
In der Wolfsstufe gibt es verschieden Ideen und Dinge die man gut ins Programm einbauen kann.
Dazu gehören:
Aufgaben an einzelne Kinder oder Kleingruppen geben
Kinder etwas erklären oder vorzeigen lassen
Wiederkehrende Themen (z. B. Feuer, Knoten) gezielt vertiefen
Bewusst einfache und anspruchsvollere Aufgaben einbauen
Aber auch grössere Projekte wie:
Auch als Leitperson bist du Teil dieses Prozesses. Du entwickelst dich durch das Leiten von Aktivitäten, durch Erfahrungen im Team und durch Reflexion stetig weiter.
Es lohnt sich, sich bewusst Ziele zu setzen und Neues auszuprobieren – sei es im Pfadialltag oder auch im privaten Bereich. Der Austausch im Leitungsteam spielt dabei eine wichtige Rolle.
💡 Konkrete Tipps:
Nach Aktivitäten kurz reflektieren (was lief gut, was nicht?)
Feedback im Leitungsteam einholen und geben
Neue Rollen oder Aufgaben übernehmen
Sich bewusst weiterbilden oder Neues ausprobieren
Kurse besuchen :)
Während der Zeit bei den Wölfen entwickeln sich Kinder sehr schnell.
Allgemein können kinder in diesem Alter langsam mit einzelnen einfachen Aufgaben vertraut werden beispielsweise das erledigen der Ämtli. Gegen Ende ihrer Wolfsstufenzeit kann es sinnvoll sein, einzelnen zusätzliche Verantwortung zu übertragen. So bleiben sie gefordert und können sich weiterentwickeln, auch wenn sie von den normalen Aktivitäten weniger stark gefordert sind.
Kinder im entsprechenden Alter und höherem persönlichen Fortschritt sind oft bereits in der Lage, eine kleine Gruppe zu "anzuleiten". Deshalb bietet es sich an, sie als Leitwölfe einzusetzen. Wichtig ist jedoch, dass diese Rolle nicht nur vom Alter abhängt, sondern von Reife, Motivation und persönlichem Fortschritt.
Nicht jedes Kind eignet sich automatisch als Leitwolf. Die Rolle sollte bewusst vergeben werden.
Geeignete Kinder:
sind schon länger in der Wolfsstufe
kennen die Abläufe und suchen neue Herausforderungen
zeigen eine gewisse Reife
sind in ihrem persönlichen Fortschritt weiter
können und wollen Verantwortung übernehmen
Leitwölfe übernehmen Verantwortung innerhalb der Gruppe und unterstützen das Leitungsteam.
Typische Aufgaben:
ein kleines Rudel führen oder begleiten
für Zusammenhalt in der Gruppe sorgen
neue Kinder integrieren und unterstützen
die Gruppe motivieren und mitziehen
eigene Ideen einbringen
bei der Gestaltung von Aktivitäten mithelfen
Leitwölfe sollten auf ihre Rolle vorbereitet und begleitet werden. Zu Beginn werden sie durch das Leitungsteam in ihre Aufgaben eingeführt.
Dies kann z. B. im Rahmen eines speziellen Anlasses passieren:
Einführungsnachmittag oder -abend
gemeinsames Planen einer Aktivität
Austausch über Verantwortung und Rolle
Wichtig ist, dass Leitwölfe nicht alleine gelassen werden, sondern weiterhin unterstützt und begleitet werden.
Auch bei guter Planung können in der Pfadi unerwartete Situationen auftreten. Diese reichen von kleineren Zwischenfällen bis hin zu schweren Ereignissen oder Krisen.
Von einer Krise spricht man dann, wenn das Leitungsteam an seine Grenzen kommt oder zusätzliche Unterstützung benötigt. Ziel ist es, in solchen Situationen ruhig zu bleiben, den Überblick zu behalten und überlegt zu handeln. Dabei geht es nicht darum, alles alleine lösen zu müssen.
Wenn etwas passiert, ist es wichtig, zuerst Ruhe zu bewahren und die Situation zu überblicken. Das Prinzip «Schauen – Denken – Handeln» hilft dabei, strukturiert vorzugehen.
Im Leitungsteam sollen die Aufgaben klar verteilt werden. Eine Person übernimmt die Koordination und behält den Überblick, während andere konkrete Aufgaben ausführen. Gleichzeitig darf die Betreuung der restlichen Gruppe nicht vergessen gehen. Je nach Situation müssen Entscheidungen getroffen werden, wie es weitergeht.
In schwierigen oder unklaren Situationen sollt ihr nicht alleine bleiben. Über die Pfadihelpline könnt ihr jederzeit Unterstützung durch das Badnews-Team bzw. das Krisenteam erhalten.
Die Helpline ist rund um die Uhr erreichbar und sorgt dafür, dass ihr schnell Rückmeldung bekommt. Euer Anruf wird entgegengenommen und an das zuständige Krisenteam weitergeleitet, welches sich zeitnah bei euch meldet und das weitere Vorgehen mit euch bespricht.
Eine Krise liegt insbesondere dann vor, wenn ein Ereignis nicht mehr durch das Leitungsteam alleine bewältigt werden kann. Dazu gehören z. B. schwere Unfälle, Konflikte, strafbare Handlungen oder Situationen, bei denen Polizei oder andere Organisationen involviert sind.
Das Krisenteam unterstützt euch bei Entscheidungen, bei der Kommunikation nach innen und aussen sowie bei der Betreuung der Gruppe. Ziel ist es, euch als Leitende zu entlasten und Sicherheit im weiteren Vorgehen zu geben.
👉 Grundsatz: Lieber einmal zu viel Unterstützung holen als zu wenig.
Deine direkte Ansprechperson im Alltag, unterstützt dich bei Planung, Durchführung und Fragen im Programm.
Verantwortlich für die gesamte Abteilung, hilft bei organisatorischen, personellen und schwierigen Situationen.
Externe Unterstützungsperson, begleitet die Abteilung und steht bei Unsicherheiten oder Herausforderungen beratend zur Seite.
Übergeordnete Pfadistrukturen, bieten Unterstützung, Richtlinien und Hilfe bei speziellen oder grösseren Anliegen.
Nach einem Ereignis ist eine klare und koordinierte Kommunikation wichtig. Informationen werden gezielt weitergegeben und nicht ungeordnet verbreitet. Besonders im Umgang mit Medien gilt: keine eigenen Aussagen machen, sondern an die zuständigen Stellen verweisen.
Gleichzeitig ist es wichtig, die Situation mit der Gruppe aufzuarbeiten und die Betroffenen zu begleiten. Auch im Leitungsteam sollte reflektiert werden, was passiert ist und was man daraus lernen kann. So können Erfahrungen für zukünftige Situationen genutzt werden.
Als Leitperson hast du gegenüber den Teilnehmenden eine Sorgfaltspflicht. Das bedeutet, dass du alles unternehmen musst, um sie vor vorhersehbaren Gefahren zu schützen und Schäden zu verhindern. Während einer Aktivität übernimmst du dabei eine ähnliche Verantwortung wie ein Elternteil.
Du bist dafür verantwortlich, dass die Aktivitäten sicher geplant und durchgeführt werden. Gleichzeitig kannst du für Schäden haftbar gemacht werden, wenn du deine Verantwortung vernachlässigst. Deine Haftung ist jedoch begrenzt, wenn du nachweisen kannst, dass du sorgfältig geplant und angemessen gehandelt hast.
Um deine Sorgfaltspflicht zu erfüllen, ist es wichtig, gute Voraussetzungen zu schaffen. Dazu gehört, dass du dich ausbildest, dir Unterstützung holst und Verantwortung im Team sinnvoll verteilst. Unsicherheiten anzusprechen ist dabei kein Zeichen von Schwäche, sondern Teil deiner Verantwortung.
Eine sorgfältige Planung ist zentral. Du musst die Fähigkeiten und Bedürfnisse deiner Teilnehmenden kennen und deine Aktivitäten daran anpassen. Informiere dich über mögliche Risiken, hole nötige Informationen ein und stelle sicher, dass alle Teilnehmenden richtig ausgerüstet sind.
Halte dich an bestehende Regeln, Empfehlungen und Vorgaben. Diese helfen dir nicht nur, die Sicherheit zu erhöhen, sondern zeigen auch, dass du verantwortungsvoll handelst. Dazu gehört auch, für sicherheitsrelevante Aktivitäten ein Sicherheitskonzept zu erstellen.
Während der Aktivität hast du eine Aufsichtspflicht. Du musst die Gruppe angemessen begleiten und darauf achten, dass sich niemand selbst oder andere gefährdet. Je nach Alter und Verhalten der Teilnehmenden ist diese Aufsicht unterschiedlich intensiv.
Klare Regeln und Grenzen helfen, Risiken zu reduzieren. Diese sollten verständlich erklärt und konsequent eingehalten werden – auch durch dich selbst als Vorbild.
Als Leitperson stehst du verschiedenen Erwartungen gegenüber – von Teilnehmenden, Eltern, der Pfadi und deinem Leitungsteam. Besonders im Team ist es wichtig, diese Erwartungen zu kennen und gemeinsam zu tragen.
Teilnehmende und Eltern erwarten Sicherheit, Verlässlichkeit und ein gut vorbereitetes Programm. Gleichzeitig erwartet die Pfadi, dass du ihre Werte lebst und verantwortungsvoll handelst.
Im Leitungsteam geht es darum, Aufgaben zu teilen, Verantwortung zu übernehmen und sich gegenseitig zu unterstützen. Vielleicht habt ihr in eurem Team auch gemeinsame Regeln oder Erwartungen festgelegt – diese helfen, die Zusammenarbeit zu klären und Orientierung zu geben.
Diese unterschiedlichen Erwartungen bilden die Grundlage für eure Zusammenarbeit im Team.
Jede Gruppe wird durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten und Fähigkeiten ihrer Mitglieder geprägt. Dabei entstehen oft – bewusst oder unbewusst – verschiedene Rollen innerhalb des Teams, die das Zusammenarbeiten beeinflussen.
Auch im Leitungsteam übernehmen Personen unterschiedliche Funktionen (z. B. AL, Hauptleitung, Material, Kasse). Gleichzeitig können Rollen und Wahrnehmungen voneinander abweichen. So kann eine Person trotz einer spezifischen Aufgabe weiterhin in einer anderen Rolle wahrgenommen werden, was zu Unklarheiten in Verantwortung und Erwartungen führen kann.
Deshalb ist es wichtig, Rollen und Zuständigkeiten im Team bewusst zu klären und regelmässig abzusprechen. Klare Absprachen helfen, Missverständnisse zu vermeiden und Verantwortung sinnvoll zu verteilen.
Ein funktionierendes Leitungsteam zeichnet sich dadurch aus, dass sich alle in ihrer Rolle wohlfühlen und ihre Stärken einbringen können. Wenn Rollen unklar sind oder sich festfahren, lohnt es sich, diese offen im Team anzusprechen.
💡 Als Orientierung kann z. B. das Belbin-Modell helfen, verschiedene Teamrollen sichtbar zu machen und die Zusammenarbeit gezielt zu stärken.
Das Belbin-Modell beschreibt verschiedene Rollen, die Menschen in einem Team einnehmen. Es zeigt, dass ein gutes Team aus unterschiedlichen Stärken besteht und nicht alle gleich sein müssen.
Die Rollen helfen zu verstehen, wie Zusammenarbeit funktioniert und wie sich verschiedene Persönlichkeiten sinnvoll ergänzen.
Du bringst das Team vorwärts und gehst Probleme aktiv an. Auch in schwierigen Situationen behältst du den Überblick und suchst nach Lösungen.
Du achtest auf Details und willst, dass alles sauber gemacht ist. Fehler entgehen dir kaum und du hilfst, die Qualität hochzuhalten.
Du sorgst dafür, dass Ideen wirklich umgesetzt werden. Mit deiner zuverlässigen und strukturierten Art hältst du das Team am Laufen.
Du bringst kreative Ideen ins Team ein und denkst gerne neue Wege. Deine Lösungen helfen, Probleme anders anzugehen.
Du bringst dein Fachwissen gezielt ins Team ein. Bei deinem Thema kennst du dich gut aus und kannst anderen weiterhelfen.
Du denkst Dinge ruhig und logisch durch. Du hilfst dem Team, gute Entscheidungen zu treffen und den Überblick zu behalten.
Du behältst den Überblick im Team und sorgst dafür, dass alle wissen, was zu tun ist. Du nutzt die Stärken der anderen und verteilst Aufgaben sinnvoll.
Du sorgst für ein gutes Klima im Team und hast ein offenes Ohr für andere. Bei Konflikten hilfst du, Lösungen zu finden und die Gruppe zusammenzuhalten.
Du bringst neue Ideen von aussen ins Team und knüpfst Kontakte. Deine Offenheit hilft, neue Möglichkeiten zu entdecken.